Jeder zweiten Feuerwehr in Sachsen-Anhalt droht das aus

erstellt am 19.09.2007

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Bei der Rechnung des Innenministeriums wird der Verlust von jeder zweiten Freiwilligen Feuerwehr Sachsen-Anhalts in Kauf genommen.

Bei der Einführung von Verbands- und Einheitsgemeinden sieht das Innenministerium ein Einsparpotential von 40 % im Bereich Brandschutz/Hilfeleistung (Siehe Leitbild). Laut einem vom Innenministerium selbst in Auftrag gegebenem Gutachten ist diese Einsparung durch eine „Abschaffung oder Zentralisierung von der Feuerwehren“ und eine Erhöhung des Schwellenwertes (Ausrückezeit) von 12 auf 15 Minuten auch möglich. Geht man davon aus, dass die wenigen auserwählten Feuerwehren durch diese Zentralisierung eine Aufstockung der Finanziellen Mittel benötigen, muss man befürchten, dass mehr als die Hälfte aller Feuerwehren geschlossen werden muss bzw. sich aus finanzieller Not im Laufe der Jahre von selbst auflöst.
Ganz davon abgesehen, dass eine Erhöhung der Ausrückezeit eine Verschlechterung der Brandsicherheit in 90% (den 90% des Landes sind davon betroffene Dörfer) des Landes bedeuten würde, sind die Freiwilligen Feuerwehren in den Dörfern auch ein wichtiger Kultureller Faktor und ein Stück dörflicher Identität.
Beides, Finanzielle Einsparungen und der Erhalt der Feuerwehren, ist gleichzeitig gar nicht möglich. Im gleichen Atemzug würden die jahrelangen Bemühungen der Politik, vieler Bürgermeister, Kreisbrandmeister und Wehrleiter, das ehrenamtliche Engagement zu fördern, damit ad absurdum geführt werden.

Besucherkommentare:

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von Marcel Kind erstellt am 19.09.2007

Hallo, vielleicht sollte man den Damen und Herren der Regierung mal vor Augen führen, dass Geld allein kein Feuer löschen kann, im Gegenteil die Scheine und Schecks brennen selbst! Sollten hier wirklich Feuerwehren geschlossen werden, macht sich die Errichtung von hauptamtlichen Wachbereitschaften unumgänglich um dann die 15 min zu erreichen, wer bezahlt das dann? Mit kommunikativen Grüßen Marcel Kind Gemeindewehrleiter

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von Peggy Nöckel erstellt am 13.10.2009

Hallo, mit Interesse habe ich den oben gezeigten Text gelesen und zur Kenntnis genommen. Mit Entsetzen und Verärgerung habe ich jedoch darüber nachgedacht. Ich persönlich finde es unverantwortlich die ländlichen Feuerwehren "abschaffen" zu wollen, allein um Geld einzusparen. Dort wo die Landwirtschaft sitzt und mit Maschinen sowie Zucht- und Mastanlagen aufgewartet und gearbeitet wird, so viel passieren kann und ein Brand nie ausgeschlossen ist, sollten die "schnellen Helfer vor Ort" nicht einfach gestrichen werden. Nehmen wir an, dass ein Kuhstall brennt. Wie schnell kann durch das Sammeln der Kameraden in einer zentralen Feuerwehr der Region das Eintreffen am Ort des Geschehens gewährleistet werden? Nicht schnell genug für den betroffenen Landwirt und erst recht nicht schnell genug für die Kühe oder anderen Tiere, die es zu retten gilt! Die Abschaffung einer Feuerwehr bedeutet im gleichen Atemzug immer die Vermehrung von Gefahr. Darüber sollten sich die Politiker im Klaren sein. Leider leben diese nicht in einer ländlichen Gegend sondern zumeist in einer Stadt, in der die Berufsfeuerwehr (nichts gegen die Kameraden) immer und schnell zur Stelle sind, weil sie schließlich auf der Wache arbeiten und sich nicht erst auf den Weg zum Feuerwehrgerätehaus machen müssen. 15 statt 12 Minuten - was kann in 3 Minuten alles zum Nachteil geschehen!? Wir sollten uns die Leute, die sich dies ausgedacht haben mal mit zum Einsatz nehmen und sie die Zeit stoppen lassen. Wir wissen, wie schnell aus einem kleinen Feuer ein Großbrand entstehen kann. Doch wissen die Politiker das auch? Eine Frage, die sie uns beantworten sollten, bevor sie über ein Einsparpotential nachdenken und entscheiden, das nicht vorhanden ist. Mit freundlichen Grüßen Peggy Nöckel Freiwillige Feuerwehr Langeneichstädt

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